Photovoltaik und Solarthermie: Potenzial und Möglichkeiten

23 07 Photovoltaik Und Solarthermie

Mit der Kraft der Sonne lässt sich Strom produzieren und Wasser erwärmen. Die Technik dazu ist mittlerweile ausgereift und langlebig.

Photovoltaikanlagen erzeugen mit der elektromagnetischen Strahlung der Sonne in Solarzellen elektrischen Gleichstrom. Wechselrichter wandeln diesen anschliessend in 230-Volt-Wechselstrom um, wodurch er sich ins Netz einspeisen oder im Gebäude verbrauchen lässt.

Sonnenkollektoren wiederum dienen der Warmwassererzeugung: Ihr Absorber, ein schwarz gefärbter Metallstreifen, nimmt die Wärmestrahlung (langwellige elektromagnetische Strahlung) der Sonne auf und leitet sie an die dahinter montierten Leitungen weiter. Die darin zirkulierende Solarflüssigkeit erwärmt sich dadurch, in einem Wärmetauscher überträgt sie anschliessend die Wärmeenergie ans Brauchwasser.

Vor allem Eigenverbrauch lohnend

Solarzellen sind am leistungsfähigsten, wenn sie gegen Süden ausgerichtet und um ca. 30 Grad geneigt sind. Kleine Abweichungen verursachen allerdings nur geringe Einbussen: Bei einer Ausrichtung nach Südwest oder Südost, also einer Abweichung von 45 Grad, betragen sie je nach Neigungswinkel zwischen fünf und zehn Prozent. Viel wichtiger ist es, dass Solarzellen nicht beschattet werden – zum Beispiel durch Bäume oder benachbarte Gebäude.

In der Schweiz produzieren optimal ausgerichtete Solarzellen pro Quadratmeter und Jahr zwischen 140 kWh (Mittelland) und 180 kWh Strom (Tessin und Alpen) Strom. Ihre Lebensdauer beträgt in der Regel 25 bis 30 Jahre, der Wechselrichter muss üblicherweise nach zehn bis 15 Jahren Betriebsdauer ersetzt werden.

Photovoltaik lohnt sich in verschiedenen Fällen. Eine kWh Solarstrom kostet bei einer Vollkostenrechnung etwa 15 Rappen, für den Bezug bezahlt man je nach Gemeinde zwischen 20 bis über 30 Rappen pro kWh. Finanziell ist es also meistens attraktiv, wenn der Erzeuger den Strom auch gleich selbst verbraucht. Beim Verkauf oder Einspeisen ins Netz hängt dies hingegen stark von den örtlichen Einspeisevergütungen ab. Bei grösseren Überbauungen oder Mehrfamilienhäusern ist Photovoltaik attraktiv, wenn sich die betroffenen Eigentümer – sei es bei Renditeobjekten oder im Stockwerkeigentum – im Rahmen eines Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) zusammenschliessen.  

Einfache und verlässliche Technik

Mit einer Solarthermie-Anlage lassen sich in der Schweiz zwischen 400 und 800 kWh Wärme pro Quadratmeter und Jahr erzeugen. Auch hier ist die südliche Ausrichtung mit etwa 30 Grad Neigung am ergiebigsten und Beschattung gilt es ebenfalls zu vermeiden. Pro Person rechnet man üblicherweise mit einer Solarkollektor-Fläche von etwa 1,5 m2, mit ihr lassen sich etwa 60 Prozent des erforderlichen Warmwassers erzeugen.

Die Lebensdauer einer Solaranlage beträgt zwischen 25 und 30 Jahren. Während dieser Zeit muss man die Solarkreispumpe meist einmal ersetzen. Solarwärme bietet in der Regel ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die Technik dahinter ist einfach und relativ günstig, die Anlage unterhaltsarm und die Speicherung von Solarwärme im Wassertank einfach.

Fördergelder für Photovoltaik und Solarthermie
Der Bund fördert Photovoltaik mit einer Einmalvergütung (EIV). Diese beträgt, abhängig von der Anlagengrösse, maximal 30 Prozent der bei der Inbetriebnahme massgeblichen Investitionskosten (basierend auf Referenzanlagen). Zusätzlich betreiben einzelne Kantone, Gemeinden und Energieversorger Förderprogramme. Die Mehrheit der Kantone und viele Gemeinden fördern auch den Einsatz von Sonnenkollektoren zur Wärmegewinnung. Wichtig: Fördermittel muss man in vielen Fällen vor Baubeginn beantragen.

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